Gehbehinderung: Orthopädische Schuhe oder Einlagen?

Bei einer Gehbehinderung spielt nicht nur manche Gehhilfe eine Rolle, sondern auch das Schuhwerk, mit dem die Menschen unterwegs sind. Im schlimmsten Fall ist ein Mensch gelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen. Das hat zur Folge, dass er seine Füße gar nicht mehr spürt und benutzen kann. Man könnte nun annehmen, dass die Schuhe hier dann keine Rolle mehr spielen. Das ist aber ein Irrglaube, denn immerhin sind die Füße ja mit den Schuhen zusammen der Halt im Rollstuhl. Außerdem heißt „nicht spüren“ nicht, dass die Füße deswegen ohne Einschränkung schlecht behandelt werden dürfen. Zu enge Schuhe verursachen hier die gleichen Probleme, wie bei gesunden Nervenbahnen in der Wirbelsäule: Offene Stellen sind hier sogar noch eine größere Gefahr, da sie nicht durch Schmerzen frühzeitig erkannt werden. Bei anders gearteten Gehbehinderungen muss aber das gleiche Augenmerk auf gute Schuhe gelegt werden. Spastische Lähmungen sehen für Außenstehende schlimm aus – gerade noch vorankommen kann ein Mensch, der unter diesen Lähmungserscheinungen leidet. Dass hier nicht ein Fuß vor den anderen gesetzt und jeder Schritt ordnungsgemäß abgerollt werden kann, ergibt sich einfach aus dieser Körperbehinderung. Die Schuhe, die von Spastikern getragen werden, sind deshalb ganz anders beansprucht, als die eines gesunden Menschen. Hier empfehlen sich hochwertige Schuhe aus sehr guten Materialien – oder orthopädische Schuhe, falls vom Arzt empfohlen.

Diabetiker brauchen besondere Schuhe

Diabetiker an sich gelten nicht als behindert. Ist die Zuckerkrankheit aber schon weit fortgeschritten, kommt es zu Durchblutungsstörungen, nicht nur in den Beinen. Wenn nun eine an Diabetes erkrankte Frau zum Beispiel statt guter Ara Damenschuhe billiges Schuhwerk trägt und sich wundläuft, kann diese Wunde die Ursache für eine spätere Beinamputation werden. Durchblutungsstörungen beeinträchtigen den Heilungsprozess: Das Gewebe wird schwarz und muss zunächst ausgeschnitten werden. Sollte auch das nicht reichen, ist die Teilamputation, zum Beispiel des Vorderfußes, oder sogar des Unterschenkels nicht mehr zu vermeiden. Die Diabetes frühzeitig durch Ernährungsumstellung und Insulingabe oder Medikamente unter Kontrolle zu halten, ist eine Gegenmaßnahme – doch auch gute Schuhe und eine ausgewogene Fußpflege gehören zum Leben eines Zuckerkranken, der keine Behinderung als Resultat aus seiner Erkrankung riskieren will.

Orthopädische Schuhe, von der Kasse bezahlt

Jemand, der eine Teilamputation, etwa einiger Zehen, über sich ergehen lassen musste, hat zumindest zum Teil auch eine Gehbehinderung. Ob hier einfache Einlagen in den Markenschuhen ausreichen, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Es kann auch passieren, dass für den amputierten Bereich eine Einlage nicht mehr ausreicht, sondern ein spezieller orthopädischer Schuh angepasst werden muss. Heute ist das nicht mehr die Verdammnis, absolut hässliche, klobige und unmoderne Schuhe tragen zu müssen. Spezialisten, wie etwa www.schuh-seidl.de/shop/ passen die
Schuhe innen genau auf die Bedürfnisse des Gehbehinderten an und können dabei immer noch im Rahmen des Möglichen auf modische Aspekte Rücksicht nehmen. Stabilität und Halt brauchen alle Gehbehinderten, aber natürlich kommt es auch auf Atmungsaktivität, Absorption der Feuchtigkeit im Schuhinneren und höchstmöglichen Tragekomfort, auch auf der „gesunden“ Seite an.

Was genau im Bedarfsfall von Einlagen oder kompletten orthopädischen Schuhen die Kasse bezahlt und was der Patient aus eigener Tasche bezahlen muss, ist von Fall zu Fall verschieden. Es kann also sein, dass der Gehbehinderte mit einer leichten Einschränkung die Einlagen für seine Ara Herrenschuhe bezahlt bekommt, nicht aber die Schuhe selbst. Auch bei orthopädischen Gehhilfen und Schuhen ist manchmal eine Zuzahlung fällig. Rezeptgebühren sind in den meisten Fällen zu entrichten, es sei denn, man hat eine Vergünstigung durch eine chronische Erkrankung oder überschreitet den einkommensabhängigen Satz bezüglich Selbstbehalts. In der Regel wird von Ärzten und auch Krankenkassen alles getan, um den Gehbehinderten Menschen so viel Mobilität und Flexibilität, wie nur irgend möglich zuteilwerden zu lassen. Gutes Schuhwerk ist aber auch ohne eine Gehbehinderung die Grundlage für ein gesundes, tägliches Bewegungspensum.